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Die Monster S4 ist der Spitzenreiter der Monsterfamilie. Doch die Meinungen gehen bei der S4 stark auseinander: Manche sagen sie sei gar keine Monster mehr, weil sie nicht mehr Luftgekühlt ist und den klassischen Rohrlenker hat sie auch nicht mehr. Andere sagen, dass die Monster alles besser kann als die ehemalige Spitzenreiterin der Monsterreihe, die M900 i.e.
Das die Monster S4 alles besser kann stimmt nur zum Teil. Klar das sie mehr Leistung hat, denn der Motor stammt ja von der 916 und hat nicht nur mehr Hubraum, sondern vor allem handelt es sich um einen 4-Ventil Motor und nicht mehr um einen 2-Ventiler.
Beim Fahrwerk hat Ducati allerdings alles wesentlich besser gemacht als bei den Vorgängermodellen: Die Gabel ist voll einstellbar, das Federbein spricht wesentlich besser an und ist ebenfalls voll einstellbar. Durch die Verlängerung des Radstands Mittels einer um 2 cm längeren Schwinge wurde eine sehr ruhige Stabilität erreicht, die die Monster S4 nicht wesentlich unhandlicher macht. Das Fahrwerk errinnert an die Stabilität der 916 oder 996. Auch auf der Autobahn kann das Fahrwerk in jeder Hinsicht überzeugen, wenn auch bei Höchstgeschwindigkeit ein leichtes Pendeln feststellbar ist - wobei die Unruhe eher vom mangelnden Windschutz und dem breiten Lenker herrührt. Aber schliesslich weiss man ja vorher das man ein Nakedbike kauft, oder?
Auch die Bremsen sind eine Wucht. Sie beissen sehr gut dosierbar zu und lassen auch bei Berg- und Talfahrten in ihrer Wirkung nicht nach. Hinten geht's wie immer nur Mässig zur Sache - Aber wer bremst schon hinten. Der Motor ist, wie auch in der 916 eine wahre Freude: Er zieht ab 3000 U/min. sauber und kraftvoll hoch, wobei die Kraftentfaltung nicht "vom Hocker haut" sondern gut dosierbar bleibt. Eine änderung des übersetzungsverhältnisses wird wohl auch bei der Monster S4 wie bei der Vorgängerin M900 wahre Wunder wirken. Diese Massnahme ist wohl auch in Anbetracht des langen 1. und 6. Gangs sinnvoll, wobei hier hauptsächlich die Verbesserung auf Pässen gemeint ist. Für Schnellstrassenfahrer macht diese änderung wenig Sinn. |
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| Motor |
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| Bauart |
Zweizylinder-Viertakt-90°-L-Motor |
| Kühlung |
Flüssigkeit |
| Nockenwelle |
zwei je Zylinder |
| Ventile |
vier je Zylinder, desmodromisch gesteuert |
| Ventil E/A Durchmesser |
33/29 mm |
| Ventiltrieb |
Zahnriemen |
| Bohrung x Hub |
94 x 66 mm |
| Hubraum |
916 ccm |
| Verdichtung |
11,0:1 |
| Leistung |
74 kW bei 8'750 U/min |
| Drehmoment |
92 Nm bei 7'000 U/min |
| Gemischaufbereitung |
Marelli Einspritzanlage mit einer Einspritzdüse pro Zylinder, Durchmesser 50 mm |
| Lichtmaschine |
520 W |
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| Kraftübertragung |
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| Primärantrieb |
Zahnräder, geradeverzahnt |
| Übersetzung |
1,84 |
| Sekundärantrieb |
O-Ring Kette |
| Übersetzung |
2,47 |
| Getriebe |
Sechsgang |
| Übersetzung |
2,47 / 1,76 / 1,40 / 1,18 / 0,96 |
| Kupplung |
Mehrscheiben trocken |
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| Fahrwerk |
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| Rahmen |
Stahlgitterrohrrahmen, Chrom-Molybdän |
| Federung vorne |
Showa Upside-Down-Gabel, Tauchrohr-Durchmesser 43 mm |
| Verstellbarkeit |
Federvorspannung, Zug- und Druckstufendämpfung, stufenlos |
| Federung hinten |
Zweiarm-Alukastenschwinge mit einem Sachs-Zentral-Federbein |
| Verstellbarkeit |
Federvorspannung, Zug- und Druckstufendämpfung, stufenlos |
| Federweg vorne/hinten |
120/144 mm |
| Bremse vorne |
zwei gelochte Scheibenbremse mit 320 mm Durchmesser, halbschwimmend gelagert, Vierkolben-Zange |
| Bremse hinten |
eine gelochte Scheibenbremse mit Durchmesser 245 mm, Zewikolben-Zange |
| Felgen |
Fünfspeichen-Leichtmetall |
| Grösse vorne/hinten |
3,50 x 17 / 5,50 x 17 |
| Reifen vorne/hinten |
120/70 ZR17 / 180/55 ZR17 |
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| Abmessungen / Gewichte |
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| Länge |
2,070 mm |
| Radstand |
1,440 mm |
| Lenkkopfwinkel |
66° |
| Nachlauf |
100 mm |
| Bodenfreiheit |
120 mm |
| Sitzhöhe |
803 mm |
| Leergewicht |
193 kg |
| zul. Gesamtgewicht |
385 kg |
| Tankinhalt |
16,5 Liter, davon 3,5 Liter Reserve |
| Batterie |
12V / 12 Ah |
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